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Bioabfall

Garten-, Küchen- und Speiseabfälle
Material: Rasenschnitt, Laub, Äste (max. 20cm Durchmesser) sowie Gemüse- und Rüstabfälle, Speisereste wie Fleisch, Teigwaren inkl. Saucen, Käse, Rahm, Knochen, Brot und Desserts.

Wöchentliche Abfuhr von April bis November,
im Dezember zwei Abfuhrtage

Bereitstellung: bis spätestens 7 Uhr in geschlossenen Normcontainern (80, 140, 240 und 770 Liter).
Die rollbaren grünen Container müssen eine Kippvorrichtung aufweisen und sind mit entsprechenden Zeitvignetten zu versehen sowie mit Namen zu beschriften.

Die Bioabfallabfuhr ist eine ergänzende Dienstleistung. Wenn immer möglich, sollte kompostiert werden.

Alle wichtigen Infos auf einen Blick finden Sie auf unserem Bioabfall-Flyer

INFORMATIONSREIHE: (von Winter 2012/Frühjahr2013)

A: Weshalb gibt es eine Bioabfallabfuhr?

In Haushaltungen fallen in der Küche, auf dem Balkon oder im Garten beträchtliche Mengen an organischen Reststoffen an. Im schweizerischen Durchschnitt landen 25-30 % organisches Material im Kehrichtsack. Auch in unserer Gemeinde werden jeweils einige hundert Tonnen organische Abfälle via Kehricht entsorgt und verbrannt. Werden diese Abfälle getrennt gesammelt und einer Vergärungsanlage zugeführt, können sie stofflich und energetisch verwertet werden. Deshalb weist die Bioabfallabfuhr unter anderem folgende Vorteile auf:
• gesetzeskonformer und umweltgerechter Umgang mit organischen Reststoffen (Abfallvermeidung und -verwertung)
• Entlastung des Kehrichtsacks (Geruchsbelästigung wird reduziert)
• hygienische Lösung
• positive energetische Gesamtökobilanz trotz dualem Sammelsystem
• Gewinnung von erneuerbarer Energie, die in der Region für die Region produziert wird
• bei der Vergärung in der Biogasanlage wird pro Tonne Küchenabfälle deutlich mehr Energie erzeugt, als bei der Mitverbrennung in der Kehrichtverbrennungsanlage
• vergärter oder kompostierter Bioabfall und dessen Inhaltsstoffe gehen in den Kreislauf der Natur zurück (Mineraldünger und Torf können ersetzt werden)

Wie funktioniert die Vergärung?
Die Bioabfallvergärung ist ein natürlicher biochemischer Prozess. Bei der Vergärung bauen Mikroorganismen unter Luftabschluss in geschlossenen Behältern die Bioabfälle ab. Dabei wird der abgebaute Kohlenstoff zu über 90% in Biogas umgewandelt. Dieses Biogas kann dann als erneuerbare, CO2-neutrale Energie zu Fahrzeug-Treibstoff sowie mittels Wärme-Kraft-Koppelung zu elektrischem Strom und Wärme aufbereitet werden. Das Ergebnis ist eindrücklich: So entsteht aus 1 kg Küchenabfall genug Biogas, um 1,2 km Auto zu fahren oder Strom, um 2 Stunden lang TV zu schauen.
Nach dem Gärprozess ist der Trockensubstanz-Gehalt stark reduziert. Das Material wird daher mit einer Presse entwässert. Das feste Material wird kompostiert. Die flüssige Phase wird entweder den Bauern als Flüssigdünger abgegeben oder als Feuchtmittel in der Kompostierung eingesetzt.

Der persönliche Umweltbeitrag
Die Teilnahme an der Bioabfallabfuhr erfolgt auf freiwilliger Basis. Wenn Küchen- und Speiseabfälle statt im Abfallsack via Bioabfall-Container entsorgt werden, wird zum einen die Kehrichtmenge reduziert, zum andern leistet jede und jeder einen persönlichen Beitrag für die Umwelt und gegen den Treibhauseffekt.


B: Was wird gesammelt?

Mit der Bioabfall-Abfuhr werden Gartenabfälle, Rüst- und Speiseabfälle sowie verdorbene, überzählige oder nicht mehr geniessbare organische Reststoffe gesammelt:
• Schnittblumen, Laub, Sträucher, Rasenschnitt
• Stallmist von Kaninchen, Hamstern, Meerschweinchen
• Obst, Früchte, Salat, Gemüse
• Wurst, Fleisch (auch Knochen), Fisch
• Brot, Toast, Zopf, Gebäck
• Kaffee-, Teesatz (lose oder samt Filter/Beutel)
• Eier samt Eierschalen und -karton
• Teigwaren (roh oder gekocht)
• Getreide und Hülsenfrüchte
• Kartoffelprodukte (Pommes Frites, Chips, etc.)
• Milchprodukte (Butter, Käse, Milch, Rahm, etc.)
• Süssspeisen (Schokolade, Kuchen, Torten, etc.)
• Mehl, Zucker, Kleinmengen an Salz, Gewürze
• Kochfett, alle Arten von Saucen

Kurzum: Fast alles biologisch abbaubare Material kann in einer Vergärungsanlage verwertet werden. Welche Materialien hingegen keinesfalls der Bioabfall-Abfuhr mitgegeben werden dürfen, erfahren Sie in einer späteren Ausgabe des Wochenblatts.


C: Wann wird gesammelt?

Die Bioabfallabfuhr findet zusammen mit der Grünabfuhr jeweils donnerstags ab 7.00 Uhr auf dem gesamten Gemeindegebiet statt. In den Monaten April bis November finden die Sammlungen jeweils wöchentlich statt. In den kalten Monaten von Dezember bis März erfolgen die Abfuhren alle zwei Wochen.
Bioabfälle wurden in Münchenstein erstmals am 4. April 2013, gesammelt. .
Detaillierte Informationen zu den Abfuhrdaten sind jeweils im aktuellen Münchensteiner Kalender zu finden, der Mitte Dezember an alle Haushalte verteilt wird, sowie auch auf der Gemeinde Website.


D: Bereitstellung I: Bioabfall-Container

Im Unterschied zu Gartenabfällen müssen Küchen- und Speiseabfälle aus hygienischen und logistischen Gründen zwingend in genormten Containern gesammelt werden. Bioabfälle, die nicht in geschlossenen Containern am Strassenrand bereit gestellt sind, werden nicht abgeführt. Anforderungen an die Container sind:
• Eignung für die Leerung mit Abfuhrfahrzeugen(Kippvorrichtung)
• Räder vorhanden (rollbar)
• Möglichkeit zum Schliessen mit Deckel
• Material robust und hochwertig (kein Hartplastik), grüne Farbe
• Angaben zum Fassungsvermögen müssen angebracht sein

Welche Containergrösse eignet sich für Ihre Liegenschaft?
Das richtige Containervolumen hängt vor allem von der Anzahl der Bewohner sowie von der Grösse und Ausstattung des Gartens einer Liegenschaft ab. Die folgende Zuordnung stellt eine vereinfachte Richtlinie dar:
• 80-Liter: Einfamilienhaus
• 140-Liter: Einfamilienhaus mit grossem Garten
• 240-Liter: Mehrfamilienhaus (ab drei Familien)
• 770-Liter: grosse Mehrfamilienhäuser, Überbauungen (Verwaltungen, die Liegenschaften in Münchenstein bewirtschaften, werden gesondert über die Möglichkeit zur Installation von Bioabfall-Containern informiert).


E: Bereitstellung II: Abfuhr von Gartenabfällen

Die Grünabfuhr findet jeweils zusammen mit der Bioabfall-Abfuhr statt. Es bestehen zwei Möglichkeiten, Gartenabfälle (Äste mit einem maximalen Durchmesser von 20 cm) zur Abfuhr bereitzustellen:
  • Wie bis anhin gebündelt oder in Körben mit den entsprechenden Einzelmarken pro Abfuhr (Fr. 3.– je 15 kg resp. 80 Liter oder Fr. 30.– je Container). Die grünen Marken für die Grünabfuhr sind weiterhin bei den sechs Verkaufsstellen für Gebührenmarken und beim Empfang der Gemeindeverwaltung erhältlich.
 

  • Im Bioabfall-Container gemeinsam mit Ihren Küchen- und Speiseabfällen. Der Container muss mit dem Volumen entsprechenden Zeitvignetten versehen werden. Zeitvignetten können ausschliesslich beim Empfang der Gemeindeverwaltung bezogen werden.


F: Was kostet die Sammlung?

Die Bioabfall-Container müssen je nach Containervolumen mit ein bis drei Zeitvignetten versehen werden. Erhältlich sind Jahres- und Halbjahresvignetten. Die Jahresvignetten sind vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, die Halbjahresvignetten vom 1. Juli bis zum 31. Dezember des laufenden Jahres gültig. Verfügbar sind zwei Vignettentypen. Der erste Typ ist für 80 bis 240 Liter Container zu verwenden (1 bis 3 Vignetten je Container), der zweite Typ gilt für Container bis 800 Liter (1 Vignette je Container).

Jahresvignetten (1. Januar bis 31. Dezember)
•80 Liter: Fr. 40.– (1 Vignette)
•140 Liter: Fr. 80.– (2 Vignetten)
•240 Liter: Fr. 120.– (3 Vignetten)
•770/800 Liter: Fr. 400.– (1 Vignette)

Halbjahresvignetten (1. Juli bis 31. Dezember)
• 80 Liter: Fr. 25.– (1 Vignette)
• 140 Liter: Fr. 50.– (2 Vignetten)
• 240 Liter: Fr. 75.– (3 Vignetten)
•770/800 Liter: Fr. 250.– (1 Vignette)

Für die Grünabfuhr muss weiterhin je 15 kg respektive 80 Liter eine Grünvignette verwendet werden (Preis Fr. 3.- je Gebührenmarke). Im Vergleich dazu kostet die Bioabfall-Abfuhr für einen 80 Liter-Container bei jährlich mehr als 40 Abfuhrtagen rund Fr. 1.45 pro Abfuhr.


G: "Biochübeli" und kompostierbare Beutel

Zur Sammlung von Rüst- und Speiseabfällen in der Küche bietet sich das praktische "Biochübeli" mit Deckel an. Dieses ist im gut sortierten Handel in verschiedenen Grössen bis zu zehn Liter erhältlich. Die neuere Generation der Sammelbehälter für die Küche ist mit Belüftungsschlitzen versehen. Durch die Luftzirkulation wird das in den Küchenabfällen enthaltene Wasser verdunstet, so dass sich kein Schimmel bildet und unangenehme Gerüche reduziert werden.
Das Biochübeli sollte stets geschlossen sein sowie regelmässig entleert und von Zeit zu Zeit mit Wasser ausgespült werden. Auf dem Boden des Behälters ausgebreitetes Papier erleichtert die Reinigung des Behälters. Alternativ dazu wurden speziell für die Sammlung von Bioabfällen zu 100% kompostierbare Beutel entwickelt, die im Detailhandel erhältlich sind (Kennzeichnung durch einen Gitteraufdruck). Diese Behälter aus Maisstärke sind besonders reissfest und wasserundurchlässig. Ist das Biochübeli voll, kann der Beutel einfach verknotet und direkt per Bioabfall-Container entsorgt werden. Somit bleibt auch der Container sauber.
Die Verwendung von Plastiksäcken ist hingegen nicht erlaubt. Diese können nicht biologisch abgebaut werden und stören daher den Vergärungsprozess.

H: Was wird nicht angenommen?

Fast alle biologisch abbaubaren Materialien können in einer Vergärungsanlage verwertet und der Bioabfall-Abfuhr mitgegeben werden. Keinesfalls angenommen werden allerdings:
• Kunststoffe, Plastik-Abfallsäcke
• Verpackungen von Lebensmitteln und verpackte Lebensmittel
• Fäkalien sowie Katzenstreu (Katzen-WC)
• Tierkadaver und Schlachtabfälle
• Hygieneartikel und Windeln
• Blumengestecke inkl. Fremdmaterial (Stützdraht, Steckmoos)
• Pflanzentöpfe und -schalen
• Tee- und Kaffeekapseln
• Wischgut und Staubsaugersäcke
• Tabakwaren und Aschenbecherinhalte
• Asche von Holz, Kohle etc.
• Haare aus Coiffeur-Geschäften
• Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Medikamente, Farben, Lacke, Lösungsmittel
• Mineralöl und Düngemittel
• Batterien, Glas, PET, Metall, Aluminium, Weissblech, Textilien, u.ä.
• Steine, Kies, Sand, Holz
• Äste mit einem Durchschnitt grösser als 20 cm


I: Kompostierung oder Bioabfalll-Abfuhr?

Bereits heute kompostieren zahlreiche Münchensteiner Haushalte ihre Küchen- und Gartenabfälle im eigenen Garten. Die Bioabfall-Abfuhr ist eine ergänzende Dienstleistung hierzu. Diese zielt in erster Linie darauf ab, künftig all jene organischen Abfälle, die heute im "schwarzen Sack" in der Kehrichtverbrennungsanlage landen, sinnvoll zu verwerten und im natürlichen Kreislauf zu erhalten. Des Weiteren können der Bioabfall-Abfuhr Materialien mitgegeben werden, die sich für die Kompostierung nicht eignen, wie z. B. Fleischabfälle oder auch überschüssige Mengen an Rasenschnitt. Die mit der Bioabfall-Abfuhr eingesammelten organischen Abfälle werden in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage in Pratteln abgegeben. Dort wird das Material energetisch genutzt (Erzeugung von Biogas, Treibstoff und Strom) sowie stofflich zu Flüssigdünger und Kompost verarbeitet.

Selber kompostieren ist günstig und sinnvoll:
Wenn immer möglich, sollten organische Abfälle aus Feld, Garten und Haushalt möglichst am Ort ihres Entstehens kompostiert werden. Die dezentrale Verwertung von Garten- und Küchenabfällen ist kostengünstig und ökologisch sinnvoll. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Inhaltsstoffen im Nährstoffkreislauf. Kompostiertes Material ist ein natürlicher Dünger und fördert neues Pflanzenwachstum. Kompost wirkt sich positiv auf die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge aus.

Die Gemeinde unterstützt die dezentrale Kompostierung der organischen Abfälle sowohl in den Quartierkompostanlagen wie auch im privaten Garten.
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